Blackout in Berlin: Wenn der Staat versagt, hält die HEIMAT zusammen!
6. Januar 2026Deutschland zahlt sogar fremden CO2-Ausstoß
Die deutsche Vorreiterrolle in der Klimapolitik, drängt in Brüssel – geradezu masochistisch – selbst stets auf strengste Regulierungen auf EU-Ebene. Den Preis bezahlt nicht nur die deutsche Wirtschaft aufgrund horrend hoher Energiekosten, überdies wird Brüssel 2030 noch die politische Rechnung präsentieren, und zwar im Rahmen der EU-Klimaschutzverordnung.
Laut Berechnungen des Umweltbundesamts wird Deutschland für den Zeitraum 2021 bis 2030 eine Gesamtlücke von 224 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent aufweisen, weshalb für die Bundesrepublik als CO2-Emittent, Schätzungen zufolge, Strafzahlungen zwischen 13 bis 34 Milliarden Euro anfallen, manche Prognosen liegen sogar noch deutlich höher.

Die EU-Vorgaben zur CO2-Reduzierung werden in Brüssel berechnet, wonach Deutschland mit 50 Prozent natürlich am stärksten zu reduzieren aufgefordert ist. Anderen Regierungen gelang es hingegen wesentlich bessere Bedingungen auszuhandeln, doch daran war die deutsche Regierung gar nicht interessiert. Die CO2-Minderungsziele von über der Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten liegt beispielsweise unter 30 Prozent. Dies ermöglicht es, einigen der besagten Länder, einen Teil ihrer Emissionsrechte teuer an Deutschland zu verkaufen.
Dies ist jedoch der Brüsseler EU-Absurdität noch nicht genug. Als Transitland in kontinentaler Mittellage erfährt Deutschland qua natura ein hohes Verkehrsaufkommen, was Emissionen verursacht, denen nicht der geringste wirtschaftliche Nutzen zugrunde liegt. Ganz im Gegenteil, bleibt Deutschland vielmehr auf der dadurch erfolgenden infrastrukturellen Abnutzung sitzen. Nichtsdestotrotz werden nach EU-Regelung die ESR-Emissionen am Entstehungsort zugerechnet, was nichts anderes bedeutet, als dass Deutschland auch noch die CO2-Rechnung ausländischer LKW- und Bahntransporte durch Deutschland bezahlt.
Offshore-Fiasko
Dem nicht genug erlebt Deutschland zeitgleich im zur Dekarbonisierung gedachten Windkraftsektor ein regelrechtes Offshore-Fiasko. Geht es nach den gesetzlichen Vorgaben, soll die Windenergieleistung bis 2030 auf 30 Gigawatt, sprich um mehr als das Dreifache, gesteigert werden, bis 2045 wäre die anvisierte Steigerung auf 70.000 Megawatt sogar eine Erhöhung um das Achtfache. Interessanterweise fordert aber überraschend sogar der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO), dass eine Verschiebung der Offshore-Wind-Ausschreibungen auf das vierte Quartal erforderlich sei. Wie kommt`s? Ganz einfach: Es finden sich keine Investoren mehr, welche die Stahlbeton-Windräder in der Nord- bzw. Ostsee errichten wollen. Bereits bei den zurückliegenden Flächen-Versteigerungen fanden sich kaum bis keine Interessenten mehr ein. Der Grund: Es lässt sich kein Geld damit verdienen. Der Grund hierfür: Ein bürokratischer Regulierungswahn, so die potenziellen Investoren.

Energie-Ende durch Energiewende
Auf diesem Gebiet wird es offenbar nichts mit der sogenannten Dekarbonisierung werden, denn neben den ca. sechs Milliarden Euro, die ein einziger Offshore-Windpark kostet, verschlingt allein die anschließende Netzanbindung noch einmal nahezu denselben Betrag. Doch gegenwärtig erfolgt die Dekarbonisierung der Wirtschaft ohnehin mehr über die De-Industrialisierung des Standorts Deutschland. Hinzukommt noch, dass bei den bisherigen Windparks eine peinliche Fehlplanung zu einer sogenannten „Verschattung“ führte, die bis zu 30 Prozent des möglichen Energieertrags kosten kann. Es wurden nämlich zu viele Offshore-Windräder auf zu wenig Meeresfläche errichtet, wodurch sich die Anlagen gegenseitig sozusagen den Wind wegnehmen.
Fazit: Bislang ist die Energiewende ist nicht viel mehr als nur viel heiße Luft, bzw. erweist sich mehr als das Energie-Ende.
Sascha A. Roßmüller
Mitglied im Präsidium der HEIMAT, Amtsleiter Politik
Titelbild: KI-generiert, ChatGPT



