
KOSTSPIELIGE KLIMAPOLITIK: ABSURDITÄT AUF STEROIDEN!
8. Januar 2026„Der Knock-out rückt immer näher“
Die vom Kanzler großspurig angekündigte wirtschaftliche Trendwende wurde offenbar gecancelt. Die Stimmung in der Wirtschaft ist schlecht: Der Merz`schen Ankündigungsrhetorik zum Trotz ist der Ifo-Geschäftsklimaindex im Dezember erneut gefallen, und nähert sich den Niederungen zur seinerzeitigen Finanzkrise 2009 an. Die Industrieunternehmen, ob Chemiebranche oder Maschinenbau, senken folglich ihre Investitionserwartungen, und dies deutlich. Vor allem im Fahrzeugbau sanken die Erwartungen, beispielsweise im November auf -36,7 Punkte.
Titelbild: KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT)
Die Chemieproduktion befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit Jahrzehnten, weshalb der Branchenverband VCI zunehmend verzweifelt Alarm schlägt. Das Auslandsgeschäft breche in wichtigen Regionen teilweise zweistellig ein. Die Auslastung der Anlagen beträgt nur noch 70 Prozent, ein Wert, deutlich unter der Rentabilitätsschwelle. Der Chemiekonzern Wacker sieht sich eigenen Bekundungen zufolge gezwungen, bis Ende 2027 mehr als 1500 Arbeitsplätze streichen zu müssen, wobei der größte Teil deutsche Standorte betreffe, da hierzulande neben den exorbitant hohen Energiepreisen vor allem bürokratische Bremsklötze ursächlich wären. „Der Knock-out rückt immer näher“, formulierte unlängst VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Grosse Entrup die derzeitige Perspektive. Für einen Standort, dessen industrielle Stärke seit mehr als 150 Jahren nicht unmaßgeblich auf der Chemie beruht, ein wirtschaftshistorisch dramatischer Einschnitt. Analysten der Barclays-Bank veröffentlichten jüngst eine niederschmetternde Studie, der zufolge der Großteil der europäischen Chemieproduktion in den kommenden zwei Jahrzehnten verschwinden könnte, wenn Europa nicht wieder Zugang zu günstigem russischen Gas bekäme.

Beschäftigungsabbau
„Es ist offensichtlich, dass die Sanktionen der EU nicht weniger schaden als Russland, und meiner Meinung nach schaden sie ihr sogar noch mehr“, kritisierte Gerald Sakuler, Vorsitzender des Österreichischen Wirtschaftsclubs (ÖW) in Russland, die Brüsseler „Borderline-Politik“, und fügte unmissverständlich hinzu: „Und es sind die Deutschen, die diese EU finanzieren.“ Erst im Oktober verabschiedete Brüssel das 19. Sanktionspaket und verlängerte es kurz darauf bis zum Juli 2026. Die Gesamtzahl der Sanktionsmaßnahmen beläuft sich mittlerweile auf nahezu 31.000. All dies schlägt auf den Arbeitsmarkt durch, und betrifft letztendlich die Haushalte. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) betreffend des dritten Quartals 2025 sind gelinde gesagt ernüchternd. Im Bereich Metallerzeugung und -bearbeitung sank die Beschäftigtenzahl um 5,4 Prozent, im Bereich Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 3,0 Prozent, in der Kunststoffindustrie um 2,6 Prozent, bei den Metallerzeugnissen um 2,5 Prozent, im Maschinenbau um 2,2 Prozent.
Im Euro-System gefangen
Die Zukunftsaussichten lassen nicht darauf hoffen, dass sich Friedrich Merz´ mantrahaft beschworene Wunschträume erfüllen. Der einstige Exportweltmeister und Wachstumsmotor Europas wirke heute nur noch wie ein Schatten seiner selbst, schrieb das Handelsblatt im November, und berief sich dabei auf einen Befund der Bundesbank, der auf deutliche Marktanteilsverluste verweist. Die Exportmarktanteile, so die Bundesbankanalysten, seien seit 2017 rückläufig und gerieten im Vergleich zu anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften zunehmend ins Hintertreffen. Besorgniserregend ist das Analystenresultat, dass mehr als drei Viertel besagter Marktanteilsverluste auf eine markante Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen seien. Da im Euro-System gefangen, ist es Deutschland auch nicht möglich, dem durch eine Währungsabwertung zu begegnen. Laut einer Commerzbank-Analyse ist der Verlust von Marktanteilen besonders eklatant in Asien. Während die Importe aus China stiegen, verzeichnete Deutschland in den zurückliegenden fünf Jahre einen regelrechten Einbruch seiner Ausfuhr nach China um mehr als ein Viertel. Das vielzitierte „De-Coupling“ bezüglich China erfolgt zwar, doch scheinbar in anderer Richtung als seitens der deutschen Regierung anvisiert. Auch die asiatischen Schwellenländer steigerten ihre weltweiten Importe insgesamt um mehr als 20 Prozent, während die deutsche Ausfuhr dorthin um rund acht Prozent zurückging. Zahlreiche deutsche Unternehmen verlagerten bereits ihre Produktion dorthin, jedoch fließen die dort erwirtschafteten Gewinne nur teilweise nach Deutschland zurück.
Insolvenz-Tsunami über Deutschland
In Deutschland selbst ist mehr von Pleiten als von Gewinnen die Rede. Das IWH bezeichnet die Zahl der Firmenpleiten als historisch hoch, nachdem diese sogar höher liegt als bspw. 2009 während der Finanzkrise. 17.604 Insolvenzen in einem Jahr bedeuten nicht weniger als täglich 48 Firmenpleiten! Die Dramatik sehen die Experten darin, dass sich dieser Insolvenz-Tsunami NICHT mehr durch Nachholeffekte aus der Pandemie erklären lässt. Für viele Mittelständler sei dies keine Konjunktur-Delle mehr, sondern eine Überlebensfrage, erklärte Wirtschaftsexperte Jonas Eckhardt gegenüber der BILD-Zeitung. Für das Jahr 2026 erwarten die Experten KEINE Trendwende, sondern rechnen mit einem weiteren Anstieg der Pleiten, v.a. bei Großbetrieben. Man stelle sich nur vor, die Regierung hätte bei all den Pleiten nicht wenigstens ihre Sonder“vermögen“…
Sascha A. Roßmüller
Präsidiumsmitglied der HEIMAT, Amtsleiter Politik




