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Teures Spielraumversorgungskonzept: Viel Papier, wenig Spiel
Neumünster, 7. Februar 2026
Wenn die Stadtkasse leer ist, sollte man meinen, dass jeder Euro sitzen muss. In Neumünster sitzt er – aber leider oft bei externen Gutachtern, statt bei den Kindern auf dem Spielplatz.
I
n Neumünster gibt es offenkundig kaum ein Thema, zu dem nicht irgendein externer Dienstleister ein umfangreiches Konzept, Gutachten oder Strategiepapier verfassen darf. Das Muster ist bekannt: viel Papier, viele bunte Grafiken, viele wohlklingende Formulierungen – und am Ende wenig Wirkung. Gerade in Zeiten einer klammen Stadtkasse stellt sich die einfache Frage: Warum wird dieses Geld nicht direkt in konkrete Verbesserungen vor Ort gesteckt?
Das jüngste Beispiel liefert das Spielraumentwicklungskonzept, das vom Planungsbüro Stadtkinder GmbH erarbeitet wurde. Auf mehr als 350 Seiten wird akribisch jeder Spielplatz der Stadt beschrieben, bewertet und mit Handlungsempfehlungen versehen. Das Ergebnis ist eine Rangliste der besten und schlechtesten Spielplätze Neumünsters. Nett zu wissen, aber was nützt die schönste Liste, wenn für die Instandsetzung und Sanierung am Ende kaum Mittel zur Verfügung stehen?
Für ein Konzept, das ohne Umsetzung der Empfehlungen nichts weiter ist als bedrucktes Papier, war erstaunlicherweise Geld vorhanden:
Eine Anfrage unserer Fraktion ergab, dass sich die Stadt dieses Spielraumentwicklungskonzept satte 112.264,60 Euro kosten ließ.
112.000 Euro Konzept, 100.000 Euro Sanierung – eine verkehrte Welt
Im Nachgang scheint sogar der SPD aufgefallen zu sein, dass dieses Konzept ohne zusätzliches Geld zur reinen Luftnummer werden würde. Also griff man zum bekanntesten Rettungsanker der Kommunalpolitik: einem Antrag. Auf Initiative der SPD wurden schließlich 100.000 Euro aus Investitionsmitteln des Haushaltes für Spielplätze bereitgestellt.
Doch dadurch wird die Fehlkonstruktion nicht besser, im Gegenteil: Über 112.000 Euro für ein externes Konzept auszugeben, um danach mit „nur“ 100.000 Euro tatsächlich vor Ort zu sanieren – das ist eine Logik, die sich Eltern auf verschlissenen Spielgeräten schwer erklären lässt. Es wirkt wie ein peinlicher Versuch, eine zuvor verfehlte Entscheidung nachträglich kosmetisch zu übertünchen.
Was man mit 112.264,60 € auch machen könnte
- Mehrere Spielgeräte auf maroden Anlagen vollständig erneuern
- Sichere Fallbereiche mit frischem Fallschutzbelag ausstatten
- Kleinere Quartiersspielplätze überhaupt erst bespielbar machen
- Vandalismeschäden und Sicherheitsmängel zügig beseitigen
Stattdessen wurde das Geld in ein Papierprodukt gesteckt, das ohne weitere Mittel sofort in den Schrank wandert.
Gutachten-Fetisch statt gesunder Menschenverstand
Unsere Fraktion ist der Auffassung, dass viele dieser externen Gutachten nicht mehr sind als wohlklingende Texte und vermeintlich „wissenschaftliche“ Analysen, die vor allem eines zuverlässig leisten: die Kassen der Beratungsfirmen zu füllen. Der Nutzen für die Stadt, für Familien und Kinder bleibt hingegen überschaubar.
Dabei liegt eine bodenständige Lösung auf der Hand: Warum erarbeitet die zuständige Fachabteilung der Stadt nicht selbst eine übersichtliche Checkliste mit den wichtigsten Kriterien zu Zustand, Sicherheit und Ausstattung der Spielplätze – und schickt zwei motivierte Mitarbeiter für drei Wochen in den Außendienst? Ein Klemmbrett, ein Stift, ein wacher Blick, mehr braucht es nicht, um festzustellen, wo es hakt.
Dass man diesen pragmatischen Weg nicht beschreitet, sondern lieber sechsstellige Beträge an externe Büros überweist, ist aus unserer Sicht Ausdruck eines verschwenderischen Umgangs mit Steuergeldern. Und es fügt sich nahtlos ein in eine Reihe weiterer „Geldsünden“ – man denke nur an die Vorgänge rund um den Umzug der Stadtbücherei.
Auffällig ist zudem: Wieder einmal betrifft das einen Bereich, für den Stadtbaurätin Kling politisch verantwortlich ist. Wenn teure Konzepte und Fehlinvestitionen zur Gewohnheit werden, ist es nicht nur Zeit für neue Spielgeräte – sondern auch für ein grundsätzliches Umdenken im Rathaus.
FAQ: Spielraumentwicklungskonzept in Neumünster
Was kostet das Spielraumentwicklungskonzept die Stadt Neumünster?
Laut Anfrage der HEIMAT-Ratsfraktion ließ sich die Stadt das Konzept des Planungsbüros Stadtkinder GmbH
112.264,60 Euro kosten.
Wie viel Geld steht tatsächlich für Spielplätze zur Verfügung?
Auf Antrag der SPD wurden zusätzlich 100.000 Euro aus Investitionsmitteln für Spielplätze bereitgestellt.
Damit liegt der Betrag für das Gutachten über dem Geld, das für die Sanierung selbst zur Verfügung steht.
Welche Alternative schlägt die HEIMAT-Fraktion vor?
Die Fraktion fordert, auf teure externe Gutachten weitgehend zu verzichten und stattdessen die Fachabteilung der Stadt
mit einer praxisnahen Erhebung zu beauftragen. Eine einfache Checkliste und einige Wochen Außendienst durch städtische
Mitarbeiter würden nach Ansicht der Fraktion ausreichen, um den Zustand der Spielplätze realistisch einzuschätzen –
zu einem Bruchteil der jetzigen Kosten.
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