
Die umbenannte SED siegt wieder, diesmal bei den Kindern
15. September 2026Familie zuerst: Ratsfrau Mundt widerspricht der Vollzeit-Kita für Kleinstkinder
Neumünster • Ratssitzung 30. Juni 2026
Nestwärme statt Verwahrung
Ratsfrau Karin Mundt stellt die Familie in den Mittelpunkt. DIE HEIMAT steht an der Seite der Eltern, die ihre Kinder selbst großziehen wollen.
Karin Mundt, Ratsfrau
Kindertagesbetreuung

Kommen wir gleich zur Sache: Am 30. Juni 2026 verhandelte der Rat von Neumünster über Kindertagesbetreuung. Die Stadt feierte sich dafür, die Vollzeit-Unterbringung auch von Kleinkindern nun schnellstmöglich voranzutreiben. Den übrigen Fraktionen missfiel dabei vor allem, dass man sie über den Zeitplan zu spät informiert hatte. Karin Mundt, Ratsfrau der HEIMAT und selbst vierfache Mutter, störte etwas ganz anderes. „Da lief es mir bei diesem Thema kalt den Rücken herunter“, sagte Mundt nach ihreremotionalen Rede für die intakte Familie.
Warum das wichtig ist: Familien sind die wahren Leistungsträger unserer Nation. Punkt. Die Kinder, die heute großgezogen werden, sind die Fachkräfte, Pfleger und Handwerker von morgen, ohne die kein Sozialstaat, keine Rente und keine Wirtschaft funktioniert. Trotzdem wird die Erziehungsarbeit von Eltern in diesem Land kaum gewürdigt, weder gesellschaftlich noch politisch. Dabei gehört das Aufwachsen-Sehen des eigenen Kindes zum Wertvollsten, was ein Mensch überhaupt erleben kann. Kein Konsumgut ersetzt Kinderlachen. Genau deshalb muss der Wert von Mutterschaft und Elternschaft wieder ins Bewusstsein dieses Landes zurück, und genau darum ging es Karin Mundt in Neumünster.
Die Rede im Rat
Rede von Karin Mundt in der Ratsversammlung am 30. Juni 2026. Video auf Facebook öffnen
Was ein Kleinkind wirklich braucht
Mundt sprach vor allem von Kindern unter drei Jahren, und sie sprach aus eigener Erfahrung. „Ich habe selbst die Erfahrung gemacht und auch im Bekanntenkreis miterlebt, wie sehr Kleinkinder noch die Nestwärme zuhause bei den Eltern für eine gesunde Entwicklung brauchen.“ Dann die Frage, die im Saal hängen blieb: Wie kann man, gerade psychologisch geschult wie alle Pädagogen, auf die Idee kommen, es sei völlig problemlos für die Entwicklung, wenn ein wenige Monate altes Kind ganztags in fremde Gruppenbetreuung gebracht wird?
Und hier wird es interessant, denn Mundt steht mit dieser Sorge nicht allein da. Die sogenannte NICHD-Studie, eine der größten Langzeituntersuchungen zur frühkindlichen Fremdbetreuung überhaupt, kommt zu einem eindeutigen Befund: Kinder mit früher Krippenerfahrung neigen häufiger zu Verhaltensschwierigkeiten als Kinder, die zu Hause betreut wurden, und ihre Empathiefähigkeit fällt in vielen Fällen geringer aus. Wer schon einmal miterlebt hat, wie ein einjähriges Wickelkind in der Krippe tagelang protestiert, bekommt eine Ahnung davon, wie tief dieser Bindungsverlust sitzt. Es ist, mit Verlaub, eine Zerreißprobe für Mutter und Kind.
Karin Mundt, Ratsfrau DIE HEIMAT Neumünster
In ihrer Rede wünschte sie sich ein Umdenken. Das Augenmerk solle auf die Familien fallen. Eltern stärken, Eltern unterstützen, Beistand leisten, gerade in schwachen Familien. Das sei nötiger, als Kinder lediglich zu verwahren. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigten, was jede Mutter und jeder Vater im Herzen weiß: Das Beste für das Kind sind die eigenen Eltern. Ausnahmen gibt es, wo das Jugendamt eingreifen muss, um Schlimmeres zu verhindern. Davon sprach Mundt offen. Sie sprach aber von der Allgemeinheit, von den normalen Familien, die ihre Kinder lieben und sie am liebsten bei sich haben möchten.
„Ich würde das für besser befinden, die Eltern finanziell und auch psychisch den Rücken zu stärken, damit sie ihre Kinder eben nicht im kleinen Kindalter und im Kleinstkindalter von sich so entfremden lassen müssen.“ Die Schulzeit sei schon lang genug. Wer das als Angriff auf Kitas versteht, hat nicht zugehört. Es ist eine Einladung an die Stadt, endlich die Eltern zu sehen.
Wer Familie sagt, wird belehrt
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Ein Stadtrat erklärte, zwischen elterlichem Sorgerecht und Kita-Förderung bestehe gar kein Gegensatz, Kitas unterstützten die Familien. Ein Zweiter fand deutlichere Worte und nannte Mundts Beitrag Quatsch, ihr Familienbild stamme „von vor 1940“. Auf eine vierfache Mutter wirkt dieser Vorwurf eigentümlich, doch das Muster ist bekannt: Wer die eigene Familie verteidigt, gilt schnell als gestrig.
Mundt ließ das nicht auf sich sitzen. Jede Familie wisse, wie sehr sie ihre Kinder liebe. Wenn Mütter gezwungen seien, arbeiten zu gehen, möge das mancher für gut halten. Sie halte es im ganzen Umfang nicht für gut. Wer sich verwirklichen wolle mit persönlicher Karriere, könne das tun. Dafür sei das System gewachsen. Aber Kontakt zu anderen Kindern hätten Kinder ständig, wenn die Eltern das zuließen: auf dem Spielplatz, bei Geburtstagsfeiern, in Krabbelgruppen, bei Verabredungen unter Nachbarn. Dafür brauche man keinen Kindergarten im kleinsten Alter.
„Mir ist schon klar, dass Konzepte der Gemeinschaft von Bewohnern in einem Stadtviertel oder von Nachbarn Ihnen mittlerweile fremd geworden sind. Weil das Wort Gemeinschaft ja mittlerweile auch schon so einen bösen Aspekt hat für manche Parteien.“ Wer so etwas im Ratssaal sagen muss, weiß, wie weit sich manche von der Nachbarschaft entfernt haben, die früher selbstverständlich war.
Das Elterngeld löst das Problem nicht
Schauen wir kurz auf die Zahlen, die hinter Mundts Rede stehen. Das Elterngeld, wie es heute ausgestaltet ist, ist kein Instrument der Familienfreundlichkeit, sondern ein Instrument der Wirtschaft. Es soll Mütter schnell zurück in den Beschäftigtenstand bringen, damit Arbeitskraft billig und verfügbar bleibt. Nur: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos wünschen sich mehr als 70 Prozent der Mütter, in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes selbst zu Hause bleiben zu können. Politik und Wunsch der Mütter laufen also in entgegengesetzte Richtungen, und das ist kein Zufall.
Dr. Jürgen Borchert, Richter
Auf Erden gibt es keinen wertvolleren Auftrag als die Erziehung der eigenen Kinder. In ihren Händen liegt die Zukunft unseres Volkes. Kein Beruf der Welt leistet, was Eltern jeden Tag leisten, wenn sie ihren Kindern Gruppen-, Konflikt- und Kompromissfähigkeit, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft beibringen. Keine Einrichtung, kein noch so gutes Kitakonzept, kann das ersetzen. Genau diese Schlüsselfunktion verdient endlich Anerkennung, und zwar nicht in Sonntagsreden, sondern in der Familienpolitik selbst.
Eltern haben ein Recht zu wissen
Mundt sprach auch aus, was viele Eltern nur hinter vorgehaltener Hand sagen. In manchen Kitas treibt die Frühsexualisierung ihre Blüten, oft ohne Wissen der Eltern. Kuschel- und Masturbationsräume, sonderbare Konzepte darüber, was für Kleinkinder angeblich nötig sei. „Ja, liebe Grüne, langen Sie sich ruhig an den Kopf, die Ideen kommen aus Ihrer Ecke.“ In den Reihen der Grünenfraktion hielt man sich, so berichten Anwesende, die Hand an die Stirn. Statt sich zu erklären, blieb die Geste.
Solche Sätze im Ratssaal auszusprechen kostet etwas, gerade wenn man dafür belächelt wird. Eltern sind der erste und wichtigste Schutzraum ihrer Kinder, keine Zahl in einer Betreuungsstatistik. DIE HEIMAT steht an ihrer Seite: für Zeit mit dem eigenen Kind, für finanzielle und seelische Stärkung der Familien, für Nachbarschaft statt anonymer Verwahrung, für Aufklärung statt stiller Experimente an den Kleinsten.
Was DIE HEIMAT will
Eltern stärken statt Kleinkinder ganztags fremd betreuen. Ein echtes Müttergehalt statt eines Elterngelds, das nur die Rückkehr an den Arbeitsplatz beschleunigt. Gemeinschaft im Stadtviertel wieder ernst nehmen. Keine Frühsexualisierung hinter dem Rücken der Eltern. Kinder gehören zuerst nach Hause.
Für DIE HEIMAT kann die Fürsorgetätigkeit einer Mutter nicht hoch genug geschätzt werden. Deshalb setzt sich die Partei seit Jahren für ein Müttergehalt ein, das nicht nur das materielle Auskommen der Familie sichert, sondern auch eine ideelle Wertschätzung der Mutterschaft ausdrückt. Kurz gesagt: Wer Kinder erzieht, leistet für dieses Land mehr als mancher, der dafür bezahlt wird, darüber zu reden.
Mundt schloss ihre Rede ohne Manuskript: „Ich spreche da aus vollem Herzen, da ich selbst vier Kinder habe.“ Man kann das für rührselig halten. Man kann es auch für das Einzige halten, das in dieser Debatte wirklich zählt.
HEIMAT Neumünster
Die Familie ist kein Auslaufmodell. Sie ist der Anfang von allem.
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