Sechs Menschen sind tot. Sie arbeiteten in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade, als Sozialarbeiter, als Betreuer, als Menschen, die morgens zur Arbeit gegangen sind und nicht mehr zurückkamen. Ein 45-jähriger türkischer Staatsbürger, in Niedersachsen geboren, erschoss sie, weil der Termin beim Jugendamt nicht so verlief, wie er es wollte.

Der ZDF-Chefredaktion war das am Montagabend dreißig Sekunden wert. Nach dem Bericht über die Fußball-Regionalliga. Der Tagesspiegel versandte eine Push-Nachricht mit der Meldung, es handle sich um einen deutschen Staatsbürger. Das stimmte nicht. In der Pressekonferenz war das Wort „Deutscher“ kein einziges Mal gefallen.

Was die Akten sagten – und was niemand abglich

Der Mann galt in den Unterlagen der Einrichtung als Problemfall. Deshalb wurden für den Termin besonders viele Mitarbeiter hinzugezogen. Was niemand wusste oder wissen wollte: In der Türkei wird der 45-Jährige seit Jahren per Haftbefehl gesucht. Wegen sexuellen Missbrauchs seiner eigenen Tochter – genau jenes Kindes, um dessen Sorgerecht es in Stade ging. 2021 saß er dort in Untersuchungshaft, brach aus und tauchte in Deutschland unter. Ein Informationsaustausch mit der deutschen Staatsanwaltschaft fand offenbar nie statt. Die Stader Staatsanwältin erklärte gegenüber der Bild, sie habe von alldem nichts gewusst.

Drei Tage vor dem Massaker schickte eine Frau einen Hilferuf an Journalisten. Sie schilderte darin den späteren Täter als „hilflos im Kampf gegen die Behörden“. Anschließend fuhr sie ihn zum Tatort – und nach der Tat wieder weg. Auf Verhöre und Haftbefehl wartete man vergebens. Die Frau war zunächst nur die „Patentante“ des Kindes. Dann wurde bekannt, wer sie wirklich ist.

Der SPD-Zusammenhang

Die mutmaßliche Fahrerin des Fluchtwagens ist die Schwiegermutter von Deniz Kurku – niedersächsischer Landtagsabgeordneter der SPD und Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe. Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) wünschte Kurku und seiner Familie öffentlich „Kraft in dieser belastenden Situation“. Die SPD-Fraktion stellte sich „klar und uneingeschränkt“ hinter ihn. Für die Familien der sechs Todesopfer fanden sich in keiner dieser Erklärungen vergleichbare Worte.

45 Jahre in Deutschland. Kein Respekt vor diesem Land.

Der Täter ist in Niedersachsen geboren. Er kennt dieses Land von Kindesbeinen an: seine Schulen, seine Ämter, seine Sozialleistungen. Er hat trotzdem nie eine Bindung an dieses Land entwickelt, keine Achtung vor seinen Gesetzen, keinen Respekt vor dem Leben seiner Mitbürger. Das ist keine Ausnahme, die sich mit einem gescheiterten Integrationsprojekt erklären lässt. Es ist die Konsequenz einer Politik, die jahrzehntelang Herkunft, Vorgeschichte und Parallelwelten systematisch ignoriert hat.

Jetzt folgt der bekannte Ablauf: Betroffenheitsbekundungen, Hinweise auf den „Einzelfall“, Warnungen vor Instrumentalisierung. Bundesinnenminister Dobrindt zeigte sich sprachlos. Die Stadt Stade veröffentlichte auf ihrer Website seit dem Tattag keinen einzigen Kommentar zu den Ereignissen – dafür einen Appell, „keine Fehlinformationen zu verbreiten“. Das Motto der Stadtmarketing-Seite lautet: „erfrischend vertraut“.

Remigration ist keine Forderung. Sie ist Notwehr.

Wer in Deutschland lebt, aber dieses Land verachtet; wer seine Gesetze als Hindernis begreift und seine Behörden als Feinde, der hat hier nichts verloren. Das gilt für Täter mit türkischem Haftbefehl genauso wie für die wachsenden Parallelstrukturen, die sich in deutschen Städten seit Jahren ungestört entwickeln. Remigration bedeutet, diesen Zustand zu beenden. Nicht irgendwann. Jetzt.

Die alten Parteien werden das nicht tun. Die SPD schützt ihre Migrationsbeauftragten, die Medien berichten dreißig Sekunden über sechs Tote, und die Staatsanwaltschaft beantragt keinen Haftbefehl gegen die Fahrerin. Das System funktioniert, nur nicht für die Menschen, die in ihm leben und arbeiten und sterben.

HEIMAT Niedersachsen

Wer auch in Zukunft noch Deutsche sein wollen – für sich, für ihre Kinder, für dieses Land –, der findet bei uns keine Lippenbekenntnisse. Sondern eine politische Heimat, die diese Frage stellt und nicht aufhört, sie zu stellen.